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Geschichte

Die Geschichte von Schloss Neuenhagen

Zeitdokument des Wandels

Das Oderbruch, die stille und reizvolle Landschaft im Binnendelta der Oder, birgt in seiner herben Schönheit viele romantische und malerische Sehenswürdigkeiten. Burgen und Schlösser haben über Jahrhunderte das politische und wirtschaftliche Leben der Region geprägt. Das älteste noch erhaltene ist Schloss Neuenhagen.

Es wurde im Jahre 1575 vom Adelsgeschlecht derer von Uchtenhagen errichtet. Bauhistorisch stellt es ein sogenanntes „Festes Haus“ dar, eine im 16. Jahrhundert auftretende Übergangsform zwischen mittelalterlicher Adelsburg und dem später üblichen schlossartigen Herrenhaus.

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Schloss eine wechselvolle Geschichte. 30 jähriger Krieg, Pest, Hungersnöte, Stürme und Feuer dezimierten Bevölkerung und Wohlstand. Charakteristische Merkmale am Renaissancebau gingen verloren: Tor- und Zwerchhäuser, Türme, Gesimse, prachtvolle Zufahrtswege.

Besitzer ließen Veränderungen im jeweiligen Zeitgeschmack vornehmen – teils sind diese erhalten. Theodor Fontane schrieb dazu 1867: „Das Schloss Neuenhagen jenseits der Oder ist verhältnismäßig wohl erhalten bis auf den heutigen Tag. Es wird bewohnt und bietet, wie wir nicht zweifeln, einen besseren Aufenthalt als mancher moderner Bau.“

Private, betriebliche und kommunale Einrichtungen nutzten das Gebäude noch in den vergangenen Jahrzehnten. Heute prägen feudale Gewölbe die Beschaffenheit im Inneren. Die Schlosskapelle zeichnet sich durch außergewöhnliche, seltene Stuckapplikationen der Spätrenaissance aus. Seit 2011 wird Schloss Neuenhagen behutsam und Zug um Zug mit vielen Unterstützern, Förderern und Experten saniert.